Vortrag „Altes Heilwissen neu entdecken“ zum Nachlesen

Hallo liebe Leser,

Hier noch mal mein Vortrag vom 30.08. zum Nachlesen. Viel Spaß damit.

Stellen wir den Abend unter den Gedanken: Alles was ist, hat eine Seele, die Kräuter, die Bäume, Mutter Erde als solche und vor allen Dingen auch alle Tiere (die bei uns in die Schlachthäuser gekarrt werden). Dieser Gedanke hat alle alten Völker, egal welcher „Religion“ oder Glaubensrichtung sie angehörten, verbunden. Die Grundidee ist wichtig für alles, was jetzt folgt, denn sie bedeutet Respekt für alle Mitgeschöpfe und alles, was erschaffen wurde und existiert. Ein Respekt, der uns heute zunehmend verloren gegangen ist und der erst langsam wieder hier und da auflebt.

Ich bin Jutta Schauen. Ich bin 65 Jahre alt, Journalistin, Dolmetscherin, Apotheker-Assistentin, Heilpraktikerin/Psychotherapie. Als Journalistin und Dolmetscherin war ich 1 Jahr in Süditalien, 1 Jahr in Griechenland und 1 Jahr in Amerika, ein halbes Jahr in Tunesien und in Vietnam. Damals war in Süditalien, Tunesien, Vietnam und Griechenland die medizinische Versorgung noch gleich 0 (vor etwa 40 Jahren).

Ich will heute über diese Dinge mit Ihnen sprechen, die uns gesund erhalten oder gesund machen können und die unsere moderne Medizin oft nicht mehr im Auge hat. Man nennt sie alternative oder Komplimentär-Medizin. (Die alternative Medizin ist eigentlich ein Extra-Thema, denn es geht dort um Homöopathie und Pflanzenheilkunde, die einen Extra-Abend füllen würden. Vielleicht ist der Kollege aus Wickers bereit, einmal einen Abend darüber abzuhalten). Ich will mich auf die Komplementär-Medizin, d.h., was kann ich zusätzlich zu der Akut-medizinischen Behandlung tun beschränken.

Übrigens ist heute Vollmond, was uns auch gleich an die alten Mondkulte denken lässt, an die Mondgöttin, der Zeremonien gewidmet waren (La Luna ist heute noch in den meisten Sprachen weiblich). Als Göttin gab sie Geborgenkraft und hatte große magische Kräfte, die heute noch beim Warzen-Besprechen u.ä. eine Rolle spielen. Der abnehmende Mond ist die ideale Zeit, Gewicht zu verlieren, vieles hat sich bis heute erhalten. Sicher wissen einige von Ihnen genau, dass der Mond einen Einfluss auf uns, zumindest auf unser Schlafverhalten haben kann. Als ich jung war, habe ich darüber gelacht, inzwischen weiß ich es auch: Kurz vor Vollmond schlafe ich schlecht. Und das hat nichts damit zu tun, dass das Zimmer hell ist, ich habe dichte Rollläden. Wenn der Mond für Ebbe und Flut verantwortlich ist und unser Körper je nach Alter aus 70% oder mehr Wasser besteht, lässt sich ein gewisser Einfluss wohl auch schlussfolgern, obgleich er von der Wissenschaft immer wieder bestritten wird. Das ist Erfahrungs-Wissen. Unsere Vorfahren haben das noch gewusst, haben die Bäume nach Mondphasen gefällt, den Samen gesät oder Kräuter gesammelt. Dieses alte Wissen wird mehr und mehr ausgegraben, aber von der Wissenschaft noch immer ignoriert. Die Religionsstifter waren meist selbst große Heiler und haben damit beeindruckt.

Ich spreche hier weder gegen den Glauben (es gibt auch eine Wissenschafts-Gläubigkeit), ich meine den religiösen Glauben, noch gegen die moderne Medizin. Was ich will ist, aufzeigen, dass man Sachverhalte auch aus einer anderen Perspektive betrachten kann und dann zu völlig anderen Schlüssen gelangt. Solange man im System steckt ist diese Sichtweise ausgesprochen schwierig, aber sie lässt sich am besten an Beispielen erläutern. Hier im Ulstertal z.B. war der Heilige Bonifatius unterwegs, um die Heiden zu bekehren. Und was tat er? Die Stellen an denen die Heiligen Eichen der Vorväter standen hat er kurzer Hand zu christlichen Stätten umfunktioniert, an besonderen Kraftorten hat er Kirchen erbauen lassen, damit die Schäflein nicht auf dumme Gedanken kamen und evtl. wieder aufforsteten, wenn er weiter gezogen war. Wenn das kein Perspektiv-Wechsel ist. Und die Menschen haben genauso fest an die Heiligkeit dieses Bauwerks geglaubt, wie sie früher von der Heiligkeit des Baumes überzeugt waren.

In den östlichen Weltanschauungen und Heilsystemen hat man schon jahrtausende vor unserer Zeit an die Arbeit mit Energien geglaubt, (z.B in der Meridianarbeit wie Yin shin Yutsu oder Akkupunktur) .Man hat die verstorbenen Ahnen in die Heilungszeremonien mit einbezogen (das moderne Familienstellen nimmt diese Idee wieder auf). Im Hawaiianischen Schamanentum hat man zum Heilen die Zweipunkt-Methode mit dem hawaiianischen Namen Kahi entwickelt, sie taucht heute in der Quanten-Heilung mit einem anderen theoretischen Hintergrund wieder auf. NLP, eine neuere Heilmethode
übernimmt viele Bilder und Rituale aus alten schamanischen Bräuchen. Es gibt schamanische Heilreisen die in der Psychotherapie als katathymes Bilderleben, als geführte Meditaionen wieder auftauchen. Schon Jung, der Nachfolger von Sigmund Freud, dem Begründer der modernen Psychotherapie hat sich auf ein Universalgedächtnis bezogen, auf das wir alle Zugriff haben, das aber mit unserer Geschichte, unseren Vorfahren, unserer Umwelt und unseren Mitmenschen zu tun hat und nicht mit uns persönlich. Heute nennen wir es Akasha Chronik. All das haben Indianerstämme und die Maori in Australien bereits gewusst. Nur sind sie sorgsamer mit unserer „Mutter Erde“ umgegangen und tun es noch heute, wenn sie nicht von den Errungenschaften der „modernen Zivilisation“ wie Alkohol und Drogen durchseucht sind.

Das ist die Theorie zu dem, was ich Ihnen heute erzählen möchte, um Sie anzuregen etwas kritischer hinzuschauen, wenn man Ihnen etwas von „wissenschaftlichen“ Erkenntnissen oder gar Beweisen versucht zu erzählen.

Lassen Sie uns 3 Übungen machen, um zu erleben, was ich meine:

1. Hände reiben und annähern
2. Augenschließen und von außen betrachten – Tiere können das nicht – sie werden sehen, sie  sind nicht ihr Körper
3. Tief ausatmen – das einatmen geschieht von selbst, auf das tiefe Ausatmen kömmt es an, sich den Übergang von Meer und Himmel vorstellen und in die Meditation eintauchen

Haben Sie schon einmal gespürt, wer am Telefon sein wird, wenn sie gleich den Hörer abnehmen?

Unglücksfälle geahnt – Tod der Mutter

Es gibt einfach Dinge, die uns beeinflussen, die wir nicht „wissenschaftlich“ bestimmen können

Fragen wir uns am Anfang dieses Referates erst einmal: Was ist Wissenschaft? Unsere medizinische Versorgung entspricht den jeweiligen neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Alternative Heilmethoden werden oft mit dem Argument abgewiesen, sie seien unwissenschaftlich und somit vom Erfolg her nicht beweisbar. Noch einmal was ist Wissenschaft? Auch die Wissenschaft geht von Voraussetzungen aus, die oft nicht zu beweisen sind, wie wir noch sehen werden. Was gestern noch als bewiesen galt ist heute längst überholt. Denken wir daran, dass die Erde einmal als Scheibe galt. Krankheiten, die früher als unheilbar galten, sind längst unter Kontrolle. Was ist mit den so genannten Spontanremissionen, d.h. völlig unerklärlichen plötzlichen Heilungen z.B. von Krebs. Es gibt ein sehr schönes gut dokumentiertes Beispiel von dem, was ich meine. Ein Krebspatient in Amerika wurde gefragt, ob er an einer Studie teilnehmen wolle, bei der er ein hochwirksames neuartiges Präparat bekäme. Er war im Endstadium und nahm diese letzte Chance gern wahr. Das Präparat schlug fantastisch an und nach kurzer Zeit konnte er als geheilt nach Hause entlassen werden. Etwa ein Jahr später entdeckte er einen Zeitungsartikel in dem sein Präparat als völlig unwirksam abgeurteilt wurde. Er erlitt einen Rückfall, an dem er verstarb. Wo bleibt jetzt die Wissenschaft. Man nennt das einen Placebo-Effekt. Ein Placebo-Effekt ist aber nichts anderes als das Resultat eines Glaubens, eines Glaubens an ein Medikament oder an den Arzt, dabei lehnen viele Wissenschaftler doch den Glauben als unwissenschaftlich ab. Die häufigsten Spontan-Remissionen gibt es übrigens bei Warzen. man könnte sie leicht dokumentieren und sie geschehen massenhaft durch „Besprechen“ und alle möglichen Rituale und Naturheilmittel wie Schöllkraut etc. Aber die „Wissenschaft“ hat kein Interesse an der Dokumentation. Man könnte ja auf die Idee kommen, dass man auch in anderen Fällen die ganzen teuren Mittel gar nicht braucht. Das wäre verheerend für zahlreiche Gesundheitssparten. Zahlreiche Wissenschaftler, wie etwa Albert Einstein sind allerdings sehr gläubige Menschen gewesen, und zwar gott-gläubig und nicht Medizin-gläubig..

Jetzt frage ich gerade die Älteren unter Ihnen: Gibt es nicht etwas in Ihnen, das sie manchmal fassungslos fragen lässt: So alt soll ich schon sein? Ich fühle mich nicht so alt. Und dann schauen Sie in den Spiegel oder recken Ihre oftmals schmerzenden Glieder und dann wissen Sie es wieder sicher, Sie sind wirklich 40, 50, oder 60 Jahre alt. Etwas in Ihnen ist aber ganz jung geblieben und hat sich eigentlich nie sehr verändert, ob Sie nun 15, 50 oder 75 Jahre alt sind. Wie nennen wir dieses Etwas: Seele, Geist, Persönlichkeit? Jedenfalls ist es nicht unser Körper. Der Körper ist gealtert, aber dieses Stückchen Ich ist ganz unversehrt geblieben und hat seine eigenen Bedürfnisse.

Weshalb ich das so genau schildere? Die moderne Medizin hat sich auf diese Hülle spezialisiert und das war wohl auch ganz normal so. Die Antibiotika wurden entwickelt (Antibiotik heißt übrigens gegen das Leben) und sie bildeten eine Sensation. Man konnte Krankheiten behandeln, die vorher oft tödlich verliefen. Über Nebenwirkungen war noch nicht viel bekannt. Impfungen wurden entwickelt, sodass viele Krankheiten fast ganz vom Erdboden verschwunden sind. Maschinen wurden hergestellt, die immer kompliziertere Operationen und Frühdiagnosen möglich machten. Die Ärzte waren zu Recht begeistert und sahen die Zukunft in rosigem Licht. Beinahe alles schien möglich, beinahe alles war behandelbar, vielleicht sogar heilbar.

Spezialistentum entwickelte sich, sodass es heute fast einen Doktor für die rechte Kniescheibe und einen für die linke Kniescheibe gibt, um es einmal übertrieben auszudrücken. All diese Fortschritte sind wichtig und gut. Moderne Medizin, vor allem auch moderne Schmerzmedizin und Unfallmedizin sind ein Segen, aber die Summe der Krankheiten ist immer gleich geblieben. Wurde eine Krankheit ausgerottet, kam irgendwo eine neue dazu, (denken Sie an Schweinegrippe, BSE, AIDS).

Weshalb erzähle ich das alles? Wir haben uns angewöhnt, unseren Körper als Maschine zu sehen, die wir erst benutzen können ohne Rücksicht auf Verluste. Wir rauchen, essen zu fett und zu viel, trinken zuviel Alkohol, arbeiten ohne an ausreichend Ruhe zu denken. Wenn er dann streikt, bringen wir ihn zum Arzt oder Apotheker im Notfall auch zum Heilpraktiker, die ihn reparieren sollen. Wie gesagt, unsere moderne Medizin ist ein Segen und ihre Fachleute sind meist hoch motiviert und tüchtig. An dieser Stelle geschieht dann allerdings manchmal Folgendes: Denken Sie sich eine Autofahrt auf der Autobahn. Plötzlich leuchtet das rote Warnlicht auf, das anzeigt, dass mit dem Motor etwas nicht in Ordnung ist. Wir fahren recht ran und benachrichtigen den ADAC, die gelben Engel. Der Mann vom ADAC kommt, durchtrennt das Kabel der Kontroll-Leuchte und sagt: Sie können jetzt weiterfahren, alles ist in Ordnung. Was würden wir von einem solchen Techniker halten? So ähnlich ergeht es uns oft im modernen Medizinbetrieb. Wir bekommen etwas gegen die Symptome, aber nach der Ursache wird oft nicht geforscht. Der Medizinmann oder/und der Schamane haben den Menschen erzählen lassen, haben manchmal das ganze Dorf zusammen geholt (um den sozialen Zusammenhalt zu stabilisieren) haben noch die Ahnen herbeigerufen und vor allen Dingen die Seele geheilt, die dann dem Körper die Zeit verschafft hat, sich zu regenerieren. Der Mensch war dann wirklich geheilt, nicht nur repariert. – Manchmal verstarb er natürlich auch in der Folge, aber das tut er heute auch noch oft genug, aber in einem größeren zeitlichen Abstand, so dass wir die Tatsachen nicht mehr in Verbindung zueinander sehen.

Wir müssen den Menschen wieder als Ganzes betrachten. Wir müssen nach seiner Geschichte fragen: Wann ist dieser Knoten in Ihrem Leben entstanden? Als Ihr Partner starb? Als die Kinder aus dem Haus gingen? Als Sie Ihre Arbeit verloren haben? Unsere Alltagssprache legt die Gründe für manche Beschwerden ganz offen dar: Ich habe so einen Hals/ Ich habe die Nase voll/ ich muss die Zähne zusammenbeißen/ ich kann nicht mehr weiter, kann keinen Fuß mehr vor den anderen setzen/ ich will mit dem Kopf durch die Wand. Aber statt auf die Signale zu hören, schneiden wir die Drähte durch mit Schmerz- und Beruhigungsmitteln. Raubt uns etwas den Schlaf, wird eine Pille dafür sorgen, dass ich Ruhe bekomme. Das Problem ist am nächsten Tag aber noch immer da. Wenn wir das lange Zeit über machen und die Ursachen nicht angehen, spricht man auf Dauer von chronischen Schmerzen. Eine Entzündung z.B. hat sich häuslich niedergelassen und wir sagen, wir müssen uns damit abfinden. Die dunklen Augenblicke werden häufiger, die hellen immer seltener. Anfangs reden wir noch darüber. Dann merken wir, dass wir unserer Umgebung auf die Nerven gehen und fangen an, schweigend zu leiden. Der Arzt sagt dann: Das ist Verschleiß, damit müssen Sie jetzt leben. Der Knoten oder was es auch sei wird evtl. entfernt und da sich nicht wirklich etwas geändert hat in unserem Leben produziert der Körper viele andere „Lebensknoten“, die ein getreues Abbild unserer Situation sind. Wohl gemerkt, ich behaupte nicht, dass z.B. Krebs durch eine verknotete Lebenssituation entsteht. Aber durch dauerhaften Stress oder Ärger wird unser Immunsystem derart belastet, dass es nicht mehr die volle Leistung zur Abwehr von Erkrankungen zur Verfügung hat. Ich hatte z.B. eine kaputte Schulter und einen Fuß. der so wehtat, dass ich manchmal dachte, ich komme die Treppe nicht hinunter, um zur Arbeit zu gehen. Die Schulter wurde untersucht, das Röntgenbild zeigte deutlich: Verschleiß. Ich bekam die stärksten Schmerzmittel und musste mich damit abfinden, bin ich doch nicht mehr die Jüngste. Eine gute Bekannte von mir, Maria Niemann hat nun die Heilpunkte entwickelt und wandte bei mir die nach ihr benannte Niemann-Methode an und was soll ich sagen: Die Schulter hat nie mehr weh getan, (die Behandlung war im Februar), am Fuß müssen wir noch etwas nacharbeiten – aber sie kommt im September wieder – es ist schon jetzt gar kein Vergleich mehr zu früher. Es ist wie Zauberei, erinnert aber an die alte Hawaiianische Kahi-Methode und wird auch ähnlich angewandt. Der Patient denkt an seine Beschwerden, sie testet die Hintergründe aus, man sagt ein paar Sätze, wie die neue Situation aussehen soll und …zack das Wunder ist geschehen wie bei den Schamanen vor vielen Tausend Jahren. Man muss natürlich ehrlich sein bei dem, was man ihr im Vorfeld erzählt, ganz so wie es früher auch war. Nur der Schamane konnte das in seinem kleinen Umfeld leichter überprüfen und deshalb hatte er eine fast 100 %ige Heilungsquote.

Was kann nun der Einzelne ohne Doktor noch tun? Dass wir nicht identisch sind mit unserem Körper, haben wir ja nun festgestellt. Und selbst unser Körper ist nicht das feste Ding als das er erscheint. Die Physiker haben uns bewiesen, dass alles, was unsere Augen als fest erleben, in Wahrheit Atome sind, die sich gegeneinander ungeheuer schnell bewegen. Es scheint verrückt und hat in unserem Weltbild noch keinen rechten Platz, weil wir es anders gelernt haben. Aber dieser Stuhl oder auch unser Körper besteht aus Energie. Der Körper besteht dazu noch zu 70% aus Wasser, das die Energie leitet. Wir müssen also unsere Energie wieder ins Lot bringen. Wir können ja einmal versuchen, den Energiekörper, der uns umgibt zu spüren. Schließen Sie die Augen und versuchen Sie sich den Händen des Nachbarn zu nähern und genau hinzuspüren, wo der Energiemantel anfängt, bevor sich die beiden Hände berühren. Wir sprechen ja auch von der Ausstrahlung eines Menschen. Auch das ist nichts Gegenständliches.

Dabei ist die gefühlsmäßige Ebene ganz entscheidend. Haben wir Wut, Hass, Unversöhnlichkeit ins uns, so schaden wir nicht demjenigen, auf den wir wütend sind, den wir hassen, mit dem wir uns nicht versöhnen wollen. Wir schaden immer nur uns. Wo sitzen solche Gefühle? Spüren Sie einmal genau hin. Denken Sie an jemanden, den Sie nicht ausstehen können. Was geschieht? Zieht sich der Magen zusammen, verkrampft sich der Kiefer. Läuft es uns kalt den Rücken herunter, ziehen sich die Schultern schmerzhaft hoch, ballen wir die Fäuste? Übung: Das negative Gefühl auf eine Leinwand vor uns projizieren und es verändern in Form, Farbe, Melodie, Geruch, Geschmack.

Wir können uns heute entscheiden, diese Negativität loszulassen und es wird uns besser gehen. Verspannungen und Schmerzen werden verschwinden oder gebessert werden. Wahrscheinlich brauchen wir für diesen Prozess am Anfang etwas Hilfe, einen Gesprächspartner, der Brücken bauen kann, der hilft, die Verhärtungen aufzubrechen. Aller Anfang ist schwer, das gilt besonders für Veränderungen jahrelanger Gewohnheiten. Das alte ist vielleicht schmerzhaft, aber das Neue macht Angst. Liebe ist das beste Heilmittel überhaupt. Alle Religionen ohne Ausnahme sagen es: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst. Dazu muss ich aber erst einmal mich selbst lieben. Setzen Sie sich jeden Tag mehrmals vor einen Spiegel. Schauen Sie sich direkt in die Augen, lächeln Sie und sagen Sie: Ich liebe Dich, auch wenn Sie sich am Anfang komisch vorkommen. Sie können sich auch ganz ruhig hinsetzen und Ihren inneren Organen zulächeln. Bedanken Sie sich bei Ihrer Leber, Ihrer Niere, Ihrem Herzen, dass Sie so lange so gute Arbeit für Sie verrichtet haben und lächeln Sie ihnen zu. Es gibt so vieles, worüber man sich freuen, wofür man dankbar sein kann. Schreiben Sie jeden Abend etwas auf, was Ihnen an einem ansonsten vielleicht nicht so schönen Tag gut getan hat, was schön war. Das kann so etwas wie die blühende Blume vor der Tür oder ein gutes Wort Ihrer Nachbarin sein. Es gibt immer etwas, worüber man sich freuen kann. Wir haben fast keine Schamanen mehr, die die Nachbarschaft zusammenrufen, um eine Heilung zu unterstützen, wir müssen schon selbst in die Gänge kommen und für uns und unsere gute Energie sorgen.

Liebet Eure Feinde ist die zweite Forderung von vor über 2000 Jahren. Dabei ist sicher nicht gemeint, sie als Freunde zu haben, aber Ihnen zumindest innerlich zu vergeben, um des eigenen Friedens willen. Wenn wir uns manchmal vorstellen, wie lange wir alten Groll mit uns herum schleppen, so ist das zwar menschlich aber nicht gesund. Sie brauchen es der Person ja nicht direkt zu sagen, sondern nur für sich „ich vergebe Dir alles was ich glaube, das Du mir angetan hast und mache meinen Frieden mit Dir“. Üben Sie, es löst Blockaden und damit Schmerzen und Knoten. Vergeben Sie anderen und sich selbst, denn wir sind ja meist selbst unsere schärfsten Kritiker. Es tut Ihnen auf Dauer gut „Ich vergebe Dir alles. Was ich glaube, dass Du mir angetan hast“, bitte vergib auch Du mir, denn es gehören meist 2 dazu.

Hier noch ein paar Übungen, die Sie selbst machen können: Anspannen und Entspannen nach Jacobsen. –Füße, Beine, Arme, Rumpf, Schultern, Kiefer – Visualisieren Sie eine ganz schlimme Situation, die Sie in Wut oder Angst versetzt hat. Merken Sie, wie sich alles in Ihnen anspannt? Lassen Sie jetzt Schultern, Bauch, Oberschenkel ganz locker, lösen Sie die Zähne voneinander, atmen Sie 4mal tief durch, indem Sie rückwärts zählen 4 – 3 – 2 – 1 . Wo ist die schlimme Situation? Hat sie sich entspannt? Atemzählen ist eine segensreiche Angelegenheit für den Anfang. Wenn die Gedanken abschweifen, führen wir sie sanft wieder zum Atem zurück. Wir lassen die Gedanken kommen und gehen, halten sie nicht fest, schenken ihnen keine Beachtung und kehren immer wieder zu unseren Zahlen zurück. Wenn wir durcheinander kommen ist das nicht schlimm. Noch einmal 4 – 3 – 2 – 1.

Erinnern Sie sich, wie früher Ihre Mütter die Hände aufgelegt haben, wenn sie Auah hatten? Auch wir können uns untereinander helfen, indem wir sanft unsere flachen Hände auf die Schultern des Nachbarn legen. Wir sollten ihn vorher fragen, ob es ihm recht ist. Dann stellen wir uns vor, wie von oben ein weißgoldenes Licht in unseren Kopf hineinfließt, zum Herzen geht, von dort über die Schultern in die Hände fließt. Von dort aus stellen wir es unserem Nächsten zur Verfügung. Versuchen Sie es einmal, es kann sehr wohltuend sein. Wenn Sie momentan keinen Partner gefunden haben, geht es auch bei sich selbst.

Ich selbst praktiziere eine sehr alte Methode namens REIKI, die ich auch anderen beibringe, die in diesem Handauflegen und Energie fließen lassen besteht. Sie kann tief sitzende Blockaden lösen und damit Schmerzen lindern. Spüren Sie wie wohltuend es allein ist, liebevoll in heilender Absicht berührt zu werden? Wir alle wissen, dass wir umgeben sind von Energiewellen, wie z.B. Radiowellen. Aber wir brauchen einen Radi-Empfänger und die Feineinstellung der Sender, um in den Genuss der Musik zu kommen. Die Methode, die ich anbiete ist so etwas wie die Feineinstellung: Die Energien sind göttliche oder kosmische oder universelle Lebensenergien, wie auch immer man sie bezeichnen möchte. Sie stehen uns allen zur Verfügung. Wir müssen nur wissen, wie wir sie bündeln können, um sie in Liebe zur Verfügung zu stellen. Wir müssen eingestimmt werden. Das habe ich gelernt.

Und wir müssen immer daran denken, wir sind viel mehr als unser Körper. Und wenn wir gesund sein wollen, müssen wir uns selbst lieben, unseren Atem wertschätzen, (es ist unser Austausch mit der Umwelt) negative Energien abbauen und statt dessen Liebe im weitesten Sinne geben (es ist genug davon für alle da), dann werden wir auch Liebe empfangen und gesünder und angstfreier leben können. Liebe ist das Einzige, das durch Weggeben mehr wird.

Bitte: Wenn Sie miteinander reden, sprechen Sie öfter von den schönen Zeiten in Ihrem Leben, nicht nur über die schweren. Wenn sie für sich in Ihrem Zimmer sind, gerade auch vor dem Einschlafen, visualisieren sie die Blumenwiese Ihrer Kindheit oder die Zeit des ersten Verliebtseins. All das kann man üben, man kann sich dabei helfen lassen. Leben ist Bewegung – bewegen Sie sich so gut es geht und ihre Zeit erlaubt. Leben ist Atem – Atem ist Austausch – Lernen Sie zu atmen. Leben in diesem Körper ist 80% Flüssigkeit. Trinken Sie Wasser möglichst ohne Kohlensäure (unsere Körper sind meist übersäuert genug), oder Tees. alle alten Kulturen hatten ein großes Kräuterwissen. Natürlich waren auch Bewusstseinsverändernde Kräuter darunter, aber die blieben den Heilern auf ihren Trancereisen vorbehalten, wie auch Zigarettentabak (Friedenspfeife) in der Regel nur von ihnen konsumiert werden durften, um dem Volk nicht zu schaden. Sie sind nicht ihr Körper, aber sie wohnen zur Zeit in ihm, also gehen sie bitte liebevoll mit ihm um.

Wenn Sie Schmerzen haben, versuchen Sie einmal, sich den Schmerz wie einen guten alten Bekannten anzuschauen. Wie groß ist er? Wandert er oder ist er eher an einer Stelle? Ist er weich oder hart? Welche Farbe würden Sie ihm geben? Machen Sie eine kleine Zeichnung von Ihrem Schmerz. Wie ist er jetzt? Welches Geräusch würden Sie ihm zuordnen oder vielleicht sogar welche Musik? Ist er eher schrill wie eine Pfeife oder dumpf wie eine Pauke? Ist er hell oder dunkel? Zieht er sich zusammen oder dehnt er sich aus? Wenn Sie vor dem Schmerz flüchten, geben Sie ihm Raum. Je mehr Sie ihm entgegengehen, ihn sozusagen durchschreiten, umso weniger kann er ihnen antun. Sie lernen ihn kennen, und was man kennt, fürchtet man weniger. Die Angst vor dem Schmerz ist ja oft schlimmre als der Schmerz selbst. Es gibt ein so genanntes Schmerz-Gedächtnis, was auch anfangs kleine Schmerzen riesengroß werden lassen kann. Ängste vertreibt man am besten durch Atmen, wie wir es gelernt haben. Wir atmen in den Schmerz hinein. Wir können auch eine schöne Farbe in den Schmerz hineinatmen oder einen schönen Klang. Wir können den Schmerz weich-atmen. Natürlich gibt es starke Schmerzen, die trotz allem mit starken Mitteln behandelt werden müssen, aber wir können unseren Körper doch auch unterstützen und sind der Krankheit nicht mehr so hilflos ausgeliefert. Fast jeder ältere Mensch und viele Jüngere haben Wirbelsäulen-Probleme oder überhaupt Gelenkprobleme. Gut hilft dagegen die Wirbelsäulen-Massage nach Dorn/Breuß. Dabei werden die Gelenke sanft gestreckt, dadurch werden eingeklemmte Nerven befreit und Schmerzen gelindert. Der Osteopath kann Ihnen mit sanften Mitteln helfen, auch diese Methode hat eine lange Tradition, war fast ausgestorben und ist dann durch tüchtige und engagierte Heilpraktiker in Amerika wieder zum Leben erweckt worden. Durch Osteopathie können bei Kindern Atemprobleme, Verdauungsprobleme, manchmal sogar Stottern und Folgen von Geburtstraumen beseitigt werden.

Eine weitere krankmachende Tatsache in unserem Leben ist in der Regel die Trauer. Das reicht über den Verlust des Arbeitsplatzes, eines geliebten Haustieres bis zu Scheidung, Tod des Partners oder der wohl größten Katastrophe, dem Tod eines geliebten Kindes. Wie soll man mit all diesen Verlusten fertig werden, kann man das überhaupt? Trauer und die damit verbundenen Gefühle wie Wut, Schmerz, Verlassenheit, Ängste, Lebensüberdruss führen wohl am häufigsten zu schweren Krankheiten, die dann oft chronisch werden, weil niemand einem Trauernden auf Dauer richtig zuhören mag. Wir haben keine Trauerkultur mehr, wo die Nachbarschaft die Trauerfamilie mit Essen versorgt, wo Briefe, Gemälde, Beigaben mit ins Grab gelegt werden, wie das in allen alten Kulturen der Fall war. der Trauernde hatte damals bis zu 2 Wochen Zeit sich zu verabschieden. Das können wir uns heute kaum noch vorstellen, wo spätestens am 3. meist schon am ersten tag der Bestatter vor der Tür steht, um uns den Anblick des Toten zu „ersparen“. Im Krankenhaus wird oft klinisch rein, abgeschoben und oft genug anonym gestorben. Kaum jemand weiß, dass man das Recht hat, zu Hause oder im Krankenhaus in Ruhe Abschied von einem Verstorbenen zu nehmen. Wer will in unserer Wellness und Jugendgesellschaft etwas von Tod und Trauer hören? Es wird erwartet, dass der Hinterbliebene bald (etwa nach drei Monaten, spätestens nach einem Jahr) wieder ein freundliches Gesicht macht und sagt, es gehe ihm gut. Auf diese Weise vergraben wir unsere Gefühle hinter einer Fassade und sprechen nicht mehr darüber. Erst wenn sie zu Herzkrankheiten geworden sind, können wir wieder darüber reden, aber über die Krankheit, nicht über die zugrunde liegende Trauer. In der Apotheke höre ich viel über Krankheiten, aber wenig über die Not dahinter.

In meinen Trauerseminaren versuche ich, den Weg des Abschieds in Ritualen und fiktiven Abschiedsgesprächen mit den Verstorbenen (es ist so vieles oft ungesagt geblieben im Positiven wie im Negativen) nachzuholen. Von frühester Jugend an ist uns unser Trauer-Ich abhanden gekommen. Sei keine Heulsuse, ein Junge weint nicht. Wir müssen es erst wieder entdecken und die verbuddelten Gefühle wieder zulassen, um uns wirklich verabschieden zu können. In den alten Kulturen saß man gemeinsam ums Feuer und erzählte sich lange Geschichten vom Verstorbenen und seinen Heldentaten, lachte über kleine Macken und machte so den Angehörigen das Leben und das Sprechen leichter

Es gibt, wie Sie jetzt wissen, ganz viel, was wir selbst tun können, um es unserem Körper leichter zu machen und unsere Seele zu entlasten. Vielleicht möchten Sie das eine oder andere ausprobieren. Es gibt in Ihrem unmittelbaren Umfeld Therapeuten und Nicht-Therapeuten, die Quantenheilung praktizieren. Sie können die 70% Wasser in Ihrem Körper durch Klangschalen in Harmonie bringen, Yoga ist eine weitere uralte Art, Atem und Körperflexibilität zu trainieren ohne Wettbewerb oder übermäßige Anstrengungen leisten zu müssen. Reiki zur Entspannung und Harmonisierung bieten mehrer Menschen an, bei mir können Sie auch Ausbildungen in die verschiedenen Grade machen, um anderen helfen zu können, Familienstellen bringt nach uralten Vorbildern Ordnung in generationen-übergreifende Strukturen, die vielleicht ungesund sind oder aus dem Ruder gelaufen. Vom 21. bis 25. September kommt Maria Niemann nach Hilders und praktiziert ihre Heilpunkte (altes Wissen neu entwickelt) – es sind noch wenige Plätze frei.

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